Was wir unternehmen um ein Verbot zu verhindern:

  • Wir werden Politiker und alle an Gesetzesvorhaben Beteiligten über das Thema Gangbang aufklären.

  • Wir werden nachweisen, dass Gangbangs nicht gegen die Würde der Frauen verstoßen und sie degradieren.

Weiß die Politik überhaupt wovon sie spricht wenn sie behaupten, dass Gangbang-Partys gegen die Menschenwürde der Frauen verstoßen?

Wir schreiben nicht mehr das Jahr 1981, als man Peepshows mit der Begründung verbot, die Menschenwürde der Frauen zu verletzen, weil sie willenlose Sexualobjekte seien. Und damit  gegen die sozialethischen Wertvorstellungen der damaligen Zeit zu verstoßen.

Artikel 1 Abs. 1 des Grundgesetzes:
“Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.”

Wir müssen erst einmal Grundwissen über Gangbangs erarbeiten. Die Politik glaubt doch, dass jede 2. Gangbang-Party ein „Rape“-Gangbang ist. Auch sind sie der Auffassung, dass die Frauen mehrheitlich überhaupt kein Deutsch sprechen, und deshalb seien sie willenlose Opfer der Gäste und würden von den Veranstaltern ausgebeutet.

Wir werden der Politik vermitteln, dass weder eine verfassungsrechtliche Grundlage, noch eine sozialrechtliche Basis gegeben ist, um Gangbang-Partys mit dem Argument zu verbieten, die Würde der Frauen zu verletzen. Besonders durch das Prostitutionsgesetz hat der Gesetzgeber die heute anerkannte sozialethische Wertvorstellung in der Bevölkerung ausgedrückt.

Da ein Gesetz der Bundesregierung nicht nur von Politikern entworfen wird, nehmen verschiedene Bundesministerien einen wichtigen Stellenwert ein. Sie sind maßgeblich an der Gesetzentwicklung beteiligt, prüfen die Vorschläge und geben Empfehlungen ab. Darum müssen wir auch in den Ministeien erst einmal Aufklärungsarbeit leisten.

Es werden aber nicht nur die Bundestagsabgeordneten über ein Verbot abstimmen. Ein solches Gesetz muss auch durch den Bundesrat. Das bedeutet, in 16 Bundesländern müssen wir ebenfalls Einfluss auf die Entscheidungsträger nehmen.

Hinzu kommen noch außerparlamentarische Institutionen, die wesentlichen Einfluss auf die Willensbildung in Politik und Gesellschaft haben. So hat der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick auf dem Kirschentag im Mai schärfere Gesetze für die Sexarbeitsbranche gefordert. Er sagte „Der ethische Grundwasserspiegel müsse angehoben werden. Wir müssen alles tun, damit die Menschen wieder wissen, was anständig und gut ist und was nicht.“

Dazu gehören auch Frauenrechtsorganisationen, die Interessenverbände der Ordnungsbehörden von Städten, Gemeinden und Landkreisen, Gesundheitsorganisationen wie Aidshilfe und Gesundheitsämter, Gewerkschaften von Polizei und Kriminalpolizei, Juristenverbände wie Richterbund, Vereinigung der Staatsanwälte, Anwaltsverein, und, und, und.